5 Fakten, die Sie schon immer über OKR wissen wollten

Nicht ohne Grund bezeichne ich das Framework „Objektives & Key Result“ (OKR) gerne als Wunderwaffe: Schließlich hat schon Google Erfolge mit dieser wirkungsvollen Methode gefeiert und auch Sie können Ihr Unternehmen trotz eines volatilen Marktumfelds wettbewerbsfähig ausrichten und die Zukunft gestalten, indem Sie langfristige Ziele mit der Umsetzung auf operativer Ebene verknüpfen. Da ich immer wieder auf meine Erfahrungswerte mit der agilen Methode angesprochen werde, habe ich nachstehend fünf häufig gestellte Fragen zu OKR zusammengestellt und für Sie beantwortet:

Ist OKR auch für Unternehmen der Gesundheitsbranche geeignet?

OKR ist für jede Organisation im Gesundheitssektor und für jedes Team geeignet, denn das Framework unterstützt Sie und Ihre Teams dabei, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und gemeinsam Ihre Etappenziele auf den Weg hin zu Ihrer Vision zu erreichen. Sie werden im Unternehmen eine viel höhere Zielkongruenz und Transparenz über alle Ebenen hinweg erreichen und im Ergebnis steigen die Verbindlichkeit bei der Zielerreichung, der Beteiligungsgrad und die Bereitschaft für Eigeninitiative.

Was braucht es, damit OKR auf Teamebene funktioniert?

Für die gelingende Umsetzung von OKR braucht es vor allem drei Aspekte:

  • Ziele: Ausgangsbasis für die Definition der Objectives und Key Results ist Ihre Unternehmensvision: Wofür steht Ihr Unternehmen in 2030 und an welcher Stelle des Spektrums vom Anbieter von medizinischen Produkten und Services bis hin zum Komplettanbieter von Gesundheitslösungen ist Ihr Unternehmen tätig? Es ist essenziell, dass Ihre Führungskräfte und Mitarbeitende von dieser Vision begeistert sind und sie sich direkt von den attraktiven Gesamt- und Unterzielen angesprochen fühlen, denn dadurch wissen sie, worauf sie mit ihrer Tätigkeit einzahlen.
  • Rahmen: OKR gibt einen Rahmen mit klaren Rollen und Verantwortlichkeiten vor. Durch diese Orientierung wissen Ihre Mitarbeitenden ganz genau, zwischen welchen Leitplanken sie selbst Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. OKR schafft für das Team Sicherheit und Vertrauen. Es entsteht Gestaltungsfreiraum, also Raum zum Ausprobieren, Lernen und zur agileren Zusammenarbeit.
  • Feedback und Selbstorganisation: Regelmäßige OKR-Reviews helfen jedem einzelnen Mitarbeitenden, zielführende Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und die eigenen Fähigkeiten und Themen auf dem Weg zum Ziel einzubringen. Das Feedback führt zu mehr Selbstwirksamkeit und Selbstorganisation.
Was bedeutet OKR für die Führungskräfte?

Die Führungsarbeit wird mit OKR auf ein ganz anderes Level gehoben: Führungskräfte gewinnen mehr Klarheit über das Zukunftsbild Ihrer Organisation und können die Teams mit mehr Überzeugungskraft für die herausfordernden Ziele begeistern. Sie lassen den Mitarbeitenden den Raum und die Entscheidung, den richtigen Weg zur Zielerreichung zu finden. Führungsverantwortliche begleiten als Coach, stellen Fragen, hören zu, geben ehrliches Feedback und gestalten die Leitplanken für eine optimale Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und Fortschrittsentwicklung. Diese Art der Führungs- und Beziehungsarbeit mit den Mitarbeitenden ist anfangs ungewohnt, doch sie lässt sich erlernen und trainieren, so dass eine neue, kraftvolle Routine entsteht. Und je besser Ihnen das gelingt, umso mehr können Sie strategisch arbeiten.

Welches ist die beste Vorgehensweise, um mit der OKR-Methode zu starten?

Eines vorweg: Es gibt kein Patentrezept für die Implementierung und Etablierung von OKR. Im Idealfall – das Commitment vom Top-Management vorausgesetzt – startet eine unternehmensweite OKR-Umsetzung ganz oben. Besteht jedoch noch kein gesamthafter Wille, OKR für das Unternehmen einzuführen, hat es sich bewährt, OKR in Pilotprojekten wie beispielsweise in einem Geschäftsbereich auf Basis der mittelfristigen Ziele für die nächsten drei Jahre einzuführen. Wichtig ist, dass dabei die Teams in den OKR-Rahmen eingebunden werden, die sich gegenseitig brauchen und für die Zielerreichung eng zusammenarbeiten. Die Einführung von OKR ist als intensiver Lernprozess für das Wachstum und die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens zu verstehen. Entsprechend ist die Formulierung von Objectives und den dazugehörenden Key Results mit den beteiligten Führungskräften und Teams zu trainieren.

Was ist der größte Gewinn für uns, wenn wir das OKR-Framework nutzen?

Die Nutzung von OKR führt durch den Grundsatz, eher herausfordernde Ziele festzulegen, zu einer Weiterentwicklung Ihrer Führungskräfte und Mitarbeitenden und zugleich zu einer höheren Motivation, neue Wege zu erproben. Dadurch steigern Sie die Innovationsfähigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit Ihrer Organisation im komplexen und volatilen Marktumfeld.

Wenn Sie vor der Herausforderung stehen, einen Strategieumsetzungsprozess agil zu verankern und Ziele stärker horizontal, also übergreifend zwischen den Geschäftsbereichen oder Abteilungen, abstimmen wollen, rufen Sie mich gerne an (0176 / 35 49 77 70) oder schreiben Sie mir eine E-Mail (jm@janinedodt.de). Ich unterstütze Sie gerne.

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„In kurzen Zyklen planen – so geht’s“

 

 

 

 

 

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