Das Geheimnis von Effectuation

Mit Blick auf das dynamische, volatile Umfeld und die weiterhin bestehenden Unsicherheiten informiert Janine Müller-Dodt über eine andere Form unternehmerischen Handelns

Die Corona-Pandemie habe die dynamischen Veränderungen in der Arbeitswelt deutlich beschleunigt. So gehe die Zahl der regelmäßigen, festen Terminvereinbarungen mit Ärzten noch weiter zurück und die Bereitschaft der Kunden, Termine wieder abzusagen, sei COVID-19 bedingt gestiegen. Bisher etablierte Veranstaltungen mit Kunden könnten nach wie vor nicht im gewohnten Format stattfinden. Es sei in diesen Zeiten schwieriger, die persönliche Beziehung zu den bestehenden Kunden zu pflegen und insbesondere zu jüngeren Fachärzten oder neuen Facharztgruppen aufzubauen. Janine Müller-Dodt erläutert: „Ob es in Zukunft eine neue Infektionswelle und erneute Kontaktsperren geben wird, lässt sich derzeit nicht voraussehen. Dadurch erhöht sich jedoch der Unsicherheitsfaktor unseres ohnehin schon dynamischen, volatilen und komplexen Umfelds, weshalb es gerade jetzt gilt, kreative neue Wege zu erschließen.“

Wenn wirklich neue Wege beschritten werden müssten, sollte man vor allem eines tun: losgehen. Dies sei besonders wichtig, wenn sich vorab nicht sagen lasse, welcher Weg der richtige wäre. In solchen Situationen der Unsicherheit helfe die unternehmerische Methode Effectuation, die Janine Müller-Dodt näher beschreibt: „Effectuation ist ein methodischer Ansatz und eine Quelle für Inspiration und zukunftsgerichtete unternehmerische Aktionen. Sie unterstützt die Akteure in Situationen der Ungewissheit dabei, neue kreative Wege zu beschreiten und zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen. Sie ermöglicht, die Zukunft aktiv zu gestalten und kann eingesetzt werden, wenn die Ziele noch nicht klar definiert sind, Entwicklung und Innovation im Fokus stehen oder wenn in einem dynamischen Umfeld mit hoher Ungewissheit agiert werden muss.“ Konkret bedeute das für die Mitarbeitenden in Unternehmen, dass das Neue nur unzureichend erschlossen werden könne, wenn sich die Mitarbeitenden ausschließlich auf Erfahrungen, Routinen und Best-Practice-Lösungen der Vergangenheit berufen.

Der Marktplatz der Macher ist ein co-kreativer Prozess, der auf der unternehmerischen Methode Effectuation basiert. Hier gehe es darum, nach vorne zu schauen, sich zu vernetzen und zu kooperieren. Sie fördere einen kreativen Dialog zu festgelegten Zielen auf Basis der individuellen Mittel, die die teilnehmenden Akteure mitbringen, wie beispielsweise Identität, Wissen, Fertigkeiten, Erfahrungen und Kontakte, und der daraus generierten Ideen und Vorgehensweisen.

„Mit der Methode Marktplatz der Macher fördern Sie das unternehmerische Denken und Handeln und zugleich die Möglichkeiten Ihrer Mitarbeiter, selbst die beste Lösung zu finden und die notwendigen Veränderungen anzustoßen, ohne dass sie dabei richtungsgebende Anweisungen von oben brauchen“, resümiert Janine Müller-Dodt abschließend.

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