In Veränderungen erfolgreich und gelingend führen

Nach wie vor stehen wir am Anfang der Corona-Pandemie, die für Experten eine mehrdimensionale Krise darstellt, die mit wechselseitig verstärkenden Dynamiken großen Schaden anrichten könnte, und vielfältige Veränderungen auslöst. So zeigt eine im Mai 2020 erschienene Veröffentlichung von IQVIA auf, dass im Healthcare-Bereich Veränderungen in allen Bereichen zu erwarten sind. Besondere Aufmerksamkeit erfordern dabei die Überprüfung und Anpassung des Produkt- und Serviceangebotes, der Markteinführungsstrategien und der künftigen Zusammenarbeit intern und extern.

 

 

 

 

 

 

Eines steht zweifellos fest: So steile Lernkurven, erfolgreiche Veränderungsfortschritte und Umsetzungsergebnisse hat man in einem Zeitraum von drei Monaten lange nicht in einem Wandelprozess gesehen. Lassen Sie uns in diesem Blog die Schlüsselfaktoren der bis hierhin erfolgreichen Verhaltensänderung und Eindämmung der Corona-Krise beleuchten, um die in Ihrer Organisation anstehenden Veränderungsvorhaben erfolgreich zu initiieren und Ihre Mitarbeiter dabei mitzunehmen.

Relevante Erfolgsfaktoren in Change-Prozessen

Veränderungen und Situationen, die mit großer Unsicherheit, Angst und Existenzsorgen verbunden sind, führen häufig dazu, dass Menschen in einem Schutzmechanismus auf bekannte Routinen zurückgreifen und in diesen verharren. Dies verdeutlicht, dass der Mensch das größte Hindernis für einen erfolgreichen Wandel ist. Die Kommunikation von Mensch zu Mensch muss daher im Mittelpunkt eines Veränderungsvorhabens stehen. Führung im Veränderungsprozess gelingt, wenn Menschen folgen wollen, und das tun sie, wenn sie sich emotional verbunden oder betroffen fühlen. Wie wurden in der Anfangsphase der Corona-Krise das Herz und der Verstand der Bevölkerung für die enormen Veränderungen und Einschnitte gewonnen?

  1. Ein Gefühl der Dringlichkeit für eine notwendige Verhaltensänderung schaffen

Es wurde eindrucksvoll auf verschiedenen Kanälen und in guter Qualität dokumentiert und kommuniziert, wie sich die lokale Epidemie zu einer Pandemie entwickelte. Experten, die Bundesregierung wie auch die Weltgesundheitsorganisation und das Robert-Koch-Institut informierten, klärten auf und nahmen die Sorgen und Ängste der Bürger sehr ernst. Es wurden intensiv fachliche Informationen zum Corona-Virus zusammengetragen. Das Ergebnis: Die Bevölkerung verstand binnen kurzer Zeit ein komplett neues Wissensfeld, akzeptierte und befolgte die im März 2020 ausgerufenen Einschränkungen, die mit deutlichen Verhaltensänderungen einhergingen.

  1. Eine lenkende Koalition aufbauen und pflegen

Kanzlerin Merkel gilt in dieser Krise mit ihrer ruhigen Art als Fels in der Brandung. Sie weiß als Naturwissenschaftlerin, was exponentielles Wachstum bedeutet und sie erklärte die Bewältigung der Corona-Krise im März zur Chef-Sache. Gemeinsam mit einem starken Führungsteam mit einer großen Bandbreite an Kompetenzen, zu dem u. a. der Bundesgesundheitsminister Spahn, Bundesinnenminister Seehofer, Bundeswirtschaftsminister Altmaier und Top-Virologen zählen, nimmt sie bis heute eine Vorbildfunktion ein.

  1. Eine strategische Vision entwickeln und fortlaufend kommunizieren

Um die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen, galt es, die Infektionsketten in Deutschland und die Infektionsketten nach Deutschland schnellstmöglich einzudämmen. Eine gut formulierte Vision ist plausibel, leicht zu vermitteln, emotional ansprechend und strategisch intelligent. So wandte sich die Bundeskanzlerin am 18. März in einer Fernsehansprache an die Nation und sie fand deutliche Worte „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.“ Es komme jetzt auf jeden Einzelnen an. Dabei ist ihre sichere innere Haltung kongruent zu ihrem sicheren Auftreten nach außen und darüber erreicht sie Souveränität. Jedes Ungleichgewicht der in der Abbildung dargestellten zwei Dimensionen „Innere Haltung“ und „Auftreten“ in Form von Zögern, Beliebigkeit oder Arroganz würde von der Bevölkerung mit feinen Antennen registriert werden und die Wirksamkeit ihrer Führung reduzieren. Die Souveränität der Bundeskanzlerin ist somit ein Hauptbaustein der wirksamen Führung und der konsequenten Umsetzung der Kontaktsperre.

Die Bundesregierung kommunizierte, informierte und klärte regelmäßig auf allen Kanälen auf und lebte das neue Verhalten eindrucksvoll vor. Das Bewusstsein für die Dringlichkeit der Verhaltensveränderung und die COVID-19-Dramaturgie wurden darüber konsequent aufrechterhalten.

Erfolgreiche Führung der Veränderungsvorhaben

Dies sind die drei maßgeblichen ersten Schritte, die frühzeitig anlässlich eines Veränderungsvorhabens anzustoßen und umzusetzen sind. Für die Führung im Rahmen von Veränderungen bedeutet das zum einen Nähe zu den Betroffenen herzustellen und individuelle Unterstützung anzubieten und zum anderen für ein erlebbares Alignment aller beteiligten und betroffenen Führungskräfte zu sorgen, so dass diese Kongruenz, Klarheit, Einfühlung und Unterstützung ausstrahlen.

Gelingen diese Aspekte, steigt die Führungswirksamkeit im Wandel deutlich. So erreichen Sie, dass Sie Ihr Personal im Herzen angesprochen wird und es sich motiviert auf neue Wege einlässt. Das Resultat: eine erfolgreiche Führung der Veränderungsvorhaben.

Sie benötigen einen Sparringpartner und Impulsgeber für Ihre Change Leader oder Sie wollen Ihre Vorgehensweisen reflektieren? Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme unter jm@janinedodt.de oder +49 (0) 0176 / 35 49 77 70.

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