Mit einer Verbesserung des Arbeitserlebnisses zu mehr Engagement und Effektivität im Team

Neues Denken, ein anderes Arbeiten und einen frischen Blick auf Führung – all das benötigen Unternehmen, die digitaler, selbstorganisierter, standortunabhängiger und agiler werden wollen. Doch wie kann sichergestellt werden, dass auch die Teams in diesen Veränderungsprozessen mitgenommen werden? Dies erfordert ein Hauptaugenmerk auf den Prozess der Teamentwicklung zu legen mit dem Ziel, die Wirksamkeit von Teams zu erhöhen. Dabei sind die Team- und Organisationsentwicklung gut miteinander zu verzahnen und der Fokus von den Individualmaßnahmen stärker auf die Teammaßnahmen zu lenken. So entfaltet die Teamentwicklung eine bessere Wirkung und der Veränderungsprozess wird erfolgreich vorwärtsgebracht.

 

 

Viele Unternehmen fokussieren sich nach wie vor stark darauf, einzelne Mitarbeiter zu entwickeln, obwohl diese den größten Teil ihrer Tätigkeiten in Teams und sogar durchschnittlich in 7 bis 8 Teams[1] gleichzeitig verrichten. Dies verdeutlicht, warum es wichtig ist, nicht nur den Einzelnen, sondern das Team als Ganzes zu entwickeln. Zudem verstehen Unternehmen die Teambildung noch selten als Teil der Teamentwicklung. Sie setzen daher noch zu häufig auf vereinzelte Teambildungsmaßnahmen, die meist losgelöst von der Organisationsentwicklung stattfinden und oft separat zum Business Coaching betrachtet und beauftragt werden.

Der Megatrend Konnektivität – neue Chancen für Teamentwicklung

Kooperation und Zusammenarbeit sind unter Berücksichtigung des Megatrends „Konnektivität“ heute wichtiger als je zuvor. Im Vordergrund sollte somit das Ziel stehen, die Effektivität und die Fähigkeit zur Selbsthilfe von Teams zu steigern. Um dies zu erreichen, braucht es einen Prozess der Teamentwicklung, in dem Teambildung ein fester Baustein ist. Die Teamentwicklung ist dabei eine wichtige Komponente der Organisationsentwicklung und sollte daher eng mit dieser verzahnt werden. Die Führungskräfte sind bei der Teamentwicklung einzubeziehen und zu dieser zu befähigen, denn sie bekommen als Führungskräfte eine ganz neue Bedeutung und zugleich eine neue Chance. Sie agieren jetzt umso mehr als Coach, Berater und Gestalter des Wandels und sind zugleich Unterstützer ihrer Mitarbeiter und ein Dienstleister an der Organisation. (Lesen Sie mehr dazu in meinem Beitrag „Das neue Führungsverständnis – mit selbstorganisierten Teams Zusammenarbeit effektiv und erfolgreich gestalten“)

Die aktuelle ADPRI-Studie 2019 bestätigt, dass sich das Engagement des Einzelnen verdoppelt, sobald er einem Team angehört, bzw. fast versechsfacht, wenn das Team dem Teamleiter vertraut:

Quelle: ADP Research Institute 2019

Der wirksamste Hebel zur Förderung des Engagements und der Stärke von Teams ist somit das alltägliche Arbeitserlebnis – mit welchen Menschen die Mitarbeiter zusammenarbeiten und wie dies abläuft. Da die Qualität des Arbeitserlebnisses mit der Qualität des Teamerlebnisses korreliert, sollten Unternehmen ihre Bemühungen und Investitionen darauf ausrichten, das Teamerlebnis von Mitarbeitern positiv zu fördern.

Best Practice erfolgreicher Teamentwicklung

Die vierköpfige Geschäftsführung eines unabhängigen mittelständischen Pharmaunternehmens mit etwa 300 Mitarbeitern möchte die Selbstverantwortung ihrer Teams stärken. Sie entscheidet sich für Teamentwicklungsmaßnahmen, die in den organisationalen Kontext eingebettet und durch die interne Kommunikation begleitet werden. Großgruppenveranstaltungen für alle Mitarbeiter eröffnen den Prozess. In anschließenden moderierten Teamworkshops werden die Gruppenidentitäten gestärkt und Kompetenzen vermittelt, um Probleme selbst zu lösen, und die Leistung zu steigern. Die Teams lernen den Umgang mit der Metakommunikation kennen und werden in der Durchführung von Retrospektiven geschult. Sie erfahren, wie sie mit anderen Teams in Kontakt treten, Ideen weitertragen und die kollegiale Zusammenarbeit fördern. Alle Maßnahmen sind verzahnt und in der ganzen Organisation kommuniziert und reflektiert.

Zudem bewerben sich Mitarbeiter mit oder ohne Führungsverantwortung als Teamcoach. So werden 8 % der Mitarbeiter innerhalb eines Jahres im training on the job in Teamentwicklung und Teamcoaching befähigt. Die Geschäftsführung geht mit gutem Vorbild voran und lässt sich durch einen externen Moderator für eine Übergangszeit von einem Jahr begleiten, um sich selbst als Team besser zu finden und die neue Rolle als dienende und beratende Führungskraft zu verinnerlichen.

Gelingt es Ihnen, die Zusammenarbeit in und zwischen Ihren Teams zu verbessern, stärken Sie automatisch auch die Bindung Ihrer Mitarbeiter an Ihr Unternehmen.

Wenn Sie das Engagement und die Effektivität Ihrer Teams stärken oder als Führungskraft Ihre metakommunikativen Teamgespräche reflektieren wollen, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme unter jm@janinedodt.de oder +49 (0) 0176 / 35 49 77 70.

 

[1] Harvard Business Manager, Ausgabe 01/2018 und Ausgabe 01/2020

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