Resilienz gefragt wie nie zuvor

Janine Müller-Dodt sieht die Fähigkeit zum souveränen Umgang mit Veränderungen als „Soft Skill der Zukunft“.

Um in der bewegten Arbeitswelt handlungsfähig und gesund zu bleiben, gewinnt Resilienz – die Fähigkeit zum souveränen Umgang mit permanenten Veränderungen – zunehmend an Relevanz. „Gerade für Akteure im Gesundheitssektor stehen Veränderungen in nie gekanntem Tempo an“, weiß Change-Coach Janine Müller-Dodt. Unternehmen, denen es gelingt, die Resilienz der Mitarbeiter zu stärken, generieren Vorteile in mehrfacher Hinsicht: Die Mitarbeiter kommen in einer Arbeitswelt mit permanenten Veränderungen weniger an ihre Belastungsgrenze und schätzen ihre eigene Tätigkeit. Zudem sind solche Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher und als Arbeitgeber attraktiver.

„Nicht jedem ist die Fähigkeit zur Veränderung bzw. Resilienz gleichermaßen gegeben“, erklärt Janine Müller-Dodt, hält aber gleichzeitig eine gute Nachricht bereit: „Resilienz lässt sich erlernen, denn die Stärkung der Resilienz ist vergleichbar mit der Stärkung unserer Muskeln. Konsequentes Training wird mit mehr Kraft belohnt. Mentale Fitness sichert die körperliche und psychische Gesundheit und damit die Leistungsfähigkeit. Fühlen sich Arbeitnehmer gesundheitlich wohl, sind sie besser in der Lage, mit den permanenten Veränderungen gut umgehen zu können.“

Die Change-Expertin für nachhaltige unternehmerische Entwicklung ist sich sicher, dass gerade Unternehmen der Gesundheitsbranche mehr als je zuvor eine adäquate Haltung benötigen, also ein Selbstverständnis, das es der Organisation und dem einzelnen Mitarbeiter ermögliche, die permanenten Veränderungen als Normalzustand anzuerkennen: „In einer bewegten Arbeitswelt bedarf es besonderer Fähigkeiten: Vorrangig geht es darum, flexibel zu bleiben und das innere Gleichgewicht zu behalten. Das Ausbalancieren des inneren Gleichgewichts läuft fortwährend parallel zur Erledigung des Tagesgeschäfts ab und erfordert zusätzliche Energie, Kraft und Konzentration. Abhängig von der Stärke der Veränderungen im jeweiligen Arbeitsumfeld ist die Belastung mal mehr, mal weniger intensiv. Die große Herausforderung dabei ist, die Balance nicht zu verlieren. Passiert es doch, gilt es wieder aufzustehen, um handlungsfähig und gesund zu bleiben“, so Janine Müller-Dodt. Aufgrund ihrer Erfahrung als Systemischer Business Coach im Gesundheitssektor unterscheidet sie bewusst zwischen der persönlichen, interaktionalen und organisationalen Ebene der Resilienz: „Das Soft Skill ‚Resilienz‘ gewinnt an Aktualität und seine Bedeutungsinhalte werden immer facettenreicher.“

Resilienz bedeute jedoch nicht, dass die Menschen immer mehr aus- oder durchhalten müssen. Vielmehr gehe es darum, wie Menschen und Organisationen mit mehrdeutigen, unsicheren und komplexen Situationen, Hindernissen, Krisen und Veränderungen umgehen können. Hierbei sind besonders die individuellen Ressourcen, Fähigkeiten und Stärken der Mitarbeitenden und Teams zu betrachten, um die Resilienz auf der persönlichen, interaktionalen und organisationalen Ebene zu stärken. „Nur so kann in der Folge ein gesunder Umgang mit permanenten Veränderungen für Mitarbeiter, Teams und Organisationen gelingen“, ist Janine Müller-Dodt überzeugt. Gleichzeitig appelliert sie an Entscheidungsträger im Management, sich deren Doppelrolle bewusst zu sein: „Neben der Verantwortung für die eigene Resilienz ist es Aufgabe der Führungskräfte, als Vorbild zu agieren und den Teamprozess im Rahmen von Veränderungsprozessen zu moderieren und zu steuern.“

Nehmen Sie jetzt Kontakt mit mir auf: jm@janinedodt.de oder +49 (0) 176 / 35 49 77 70.

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