So gelingt die New Work Transformation

Das im Zuge der Pandemie verordnete Großexperiment Homeoffice hat gezeigt, dass mobiles Arbeiten in vielen Bereichen möglich ist und zahlreiche Vorteile bringt. Change-Coach Janine Müller Dodt sieht darin eine außerordentliche Chance, neue Arbeitsmodelle zu entwickeln und weist gleichzeitig auf die Notwendigkeit einer neuen Führungskultur hin.

 

Change-Coach Janine Müller-Dodt berät und befähigt Führungskräfte für die New Work Transformation

 

Eine aktuelle Studie von McKinsey bestätigt, wie stark die Meinung zum künftigen Arbeitsmodell zwischen Arbeitgeber und Belegschaft auseinandergehen: Während Führungskräfte ihre Teams lieber wieder im Büro sehen wollen, möchten viele Mitarbeitende zumindest an einigen Tagen der Woche weiterhin von zu Hause aus arbeiten. Und so stellt sich für viele Organisationen die Frage nach dem künftigen Arbeitsmodell.
„Um allen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist es essenziell, zunächst auf Führungsebene in die Entwicklung des neuen Arbeitsmodells zu investieren und ein Zukunftsbild zu entwickeln, wie die Organisation das Kerngeschäft effizient managen und zugleich Innovationen vorantreiben kann“, erklärt Janine Müller-Dodt, Inhaberin von Janine Dodt Healthcare Consulting. Die erfahrene Change-Expertin rät dazu, möglichst genau zu definieren, wie Prozesse für bestimmte Arbeitsprofile wie Kundenservice, Marketing oder Vertrieb künftig aussehen werden. „Bevor ein neues Arbeitsmodell ausgerollt wird, gilt es zu erkennen, zu verstehen und zu begleiten, wie sich die Dynamiken in der Teamarbeit – ob bewusst oder unbewusst – während des unfreiwilligen Arbeitens auf Distanz verschoben haben.“
Nach Einschätzung von Janine Müller-Dodt sei gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, sich mit Kollaboration, Kommunikation und Interaktion auseinanderzusetzen, um sicherzustellen, dass die Teams leistungsfähig, engagiert und motiviert bleiben.

Wertschätzende Führung durch Empathie

„Neue Arbeitsmodelle stellen alle Beteiligten – insbesondere die Führungsverantwortlichen – vor besondere Herausforderungen“, weiß Janine Müller-Dodt: „Gerade bei räumlicher Distanz reflektieren Mitarbeitende die Führungsqualitäten ihrer Vorgesetzten zunehmend kritisch. Fehlt die emotionale Bindung, leidet die Loyalität zum Arbeitgeber erheblich.“
Der Auf- und Ausbau neuer Arbeitsmodelle eröffne daher auch neue Chancen für eine neue Führungskultur, so die Expertin: „Je seltener Teams sich persönlich treffen, umso bedeutsamer ist es, für Wohlbefinden, Zusammengehörigkeit und Identifikation mit dem Unternehmen zu sorgen.“ Janine Müller-Dodt empfiehlt Führungskräften, bewusst Raum für neue Ideen zu schaffen und sicherzustellen, dass sich jedes Teammitglied wahrgenommen fühlt – als Mensch mit all seinen Stärken und positiven Eigenschaften. „Wertschätzende Führung auf Distanz erfordert ein hohes Maß an Empathie und Einfühlungsvermögen und setzt echtes Interesse an Mitarbeitenden und deren Bedürfnissen und Zielen voraus.“
New Leadership ist die neue Art der Personalführung und bedeutet achtsames, zielorientiertes und wertschätzendes Führungsverhalten, das nicht nur die Innovationskraft und Produktivität der Teams und unternehmerisches Denken und Handeln der Mitarbeitenden fördert, sondern sogar dazu beitragen kann, Fehlzeiten deutlich zu reduzieren. Dass es für die Reflexion und eine langfristige Veränderung des eigenen Führungsverhaltens Mut und Ausdauer braucht, ist Janine Müller-Dodt bewusst: „Mithilfe eines Change-Coach an der Seite gelingt es Führungskräften viel besser, den Transformationsprozess hin zu einem neuen Arbeitsmodell einschließlich eines achtsamem, zielorientierten und wertschätzenden Führungsverhalten selbstwirksam und effektiv zu gestalten.“

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