Soft Skill der Zukunft: Resilienz gefragt wie nie zuvor

Vielfältige Veränderungen stehen in einem nie gekannten Tempo gerade für die Akteure im Gesundheitssektor an. Resilienz – die Fähigkeit zum souveränen Umgang mit permanenten Veränderungen – gewinnt daher zunehmend an Relevanz, um in einer bewegten Arbeitswelt handlungsfähig und gesund zu bleiben. Unternehmen, denen es gelingt, die Resilienz zu stärken, generieren Vorteile in mehrfacher Hinsicht: Die Mitarbeiter schätzen wieder ihre Tätigkeit und kommen in einer Arbeitswelt mit permanenten Veränderungen weniger an ihre Belastungsgrenze. Zudem sind solche Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher und als Arbeitgeber attraktiver. Die gute Nachricht: Resilienz lässt sich erlernen.

Nicht jedem ist die Fähigkeit zur Veränderung bzw. Resilienz gleichermaßen gegeben. Doch die Stärkung der Resilienz ist vergleichbar mit der Stärkung unserer Muskeln: Konsequentes Training wird mit mehr Kraft belohnt. Mentale Fitness sichert die körperliche und psychische Gesundheit und damit die Leistungsfähigkeit aller in Ihrer Organisation handelnden Menschen. Fühlen sich Ihre Mitarbeitenden gesundheitlich wohl, sind sie besser in der Lage, mit den permanenten Veränderungen gut umgehen zu können.

Die Studie der ias-Gruppe „Die Kraft zur Veränderung“ von 2017 bestätigt, dass 90 Prozent der befragten deutschen Unternehmen den Veränderungsdruck aktuell und in den folgenden Jahren als stark oder sehr stark einschätzen.

Zudem beschleunigt die COVID-19-Pandemie laut einer aktuellen globalen Studie von Twilio die digitale Transformation der Unternehmen um durchschnittlich sechs Jahre und treibt besonders die Healthcare-Unternehmen voran.

Das bedeutet, dass gerade Unternehmen der Gesundheitsbranche mehr als je zuvor eine adäquate Haltung benötigen, also ein Selbstverständnis, das es der Organisation und dem einzelnen Mitarbeiter ermöglicht, die permanenten Veränderungen als Normalzustand anzuerkennen. In einer bewegten Arbeitswelt bedarf es besonderer Fähigkeiten: Vorrangig geht es darum, flexibel zu bleiben und das innere Gleichgewicht zu behalten. Das Ausbalancieren des inneren Gleichgewichts läuft fortwährend parallel zur Erledigung des Tagesgeschäfts ab und erfordert zusätzliche Energie, Kraft und Konzentration. Abhängig von der Stärke der Veränderungen im jeweiligen Arbeitsumfeld ist die Belastung mal mehr, mal weniger intensiv. Die große Herausforderung dabei ist, die Balance nicht zu verlieren. Passiert es doch, gilt es wieder aufzustehen, handlungsfähig und gesund zu bleiben.

Das Soft Skill „Resilienz“ gewinnt an Aktualität und seine Bedeutungsinhalte werden facettenreicher:

Persönliche Ebene der Resilienz
Sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende müssen gleichermaßen mit den permanenten Veränderungen souverän und konstruktiv umgehen können, Rückschläge verkraften, unter Druck gelassen und handlungsfähig bleiben, sich an dynamische Rahmenbedingungen und Situationen anpassen und diese aktiv mitgestalten. Hierfür braucht es die individuelle Fähigkeit zur Veränderung, innere Stärke, Widerstandskraft und Resilienz.

Interaktionale Ebene der Resilienz
Die Interaktion zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, Führungskraft und Team sowie innerhalb verschiedener Teams ist ein erfolgskritischer Faktor in Veränderungsprozessen. Die Art und Weise, wie die Menschen in Organisationen wechselseitig aufeinander einwirken und zusammenwirken, sind essenziel für die Weiterentwicklung der persönlichen Resilienz in organisationale Resilienz und Leistungsvermögen.

Organisationale Ebene der Resilienz
Die organisationale Resilienz bzw. Veränderungsfähigkeit ist im Wettbewerb eine Grundvoraussetzung für die Überlebensfähigkeit von Unternehmen. Sie entsteht als Ergebnis aus dem Zusammenspiel der vier Komponenten Menschen, Aufgaben und Ziele, Technologien und Strukturen sowie dem erfolgreichen Zusammenwirken der in der Organisation handelnden Menschen aller Ebenen. Damit eine ganze Organisation resilient bzw. veränderungsfähig wird, braucht es eine Kultur und Struktur, die den Mitarbeitenden flexibles Handeln ermöglicht.

Resilienz bedeutet jedoch nicht, dass die Menschen immer mehr aus- oder durchhalten müssen. Vielmehr geht es darum, wie Menschen und Organisationen mit mehrdeutigen, unsicheren und komplexen Situationen, Hindernissen, Krisen und Veränderungen umgehen können. Hierbei sind besonders die individuellen Ressourcen, Fähigkeiten und Stärken der Mitarbeitenden und Teams zu betrachten, um die Resilienz auf der persönlichen, interaktionalen und organisationalen Ebene zu stärken. Nur so kann in der Folge ein gesunder Umgang mit permanenten Veränderungen für Mitarbeiter, Teams und Organisationen gelingen.
Als Führungskraft sind Sie in der Verantwortung und tragen eine Doppelrolle: Zum einen müssen Sie die eigene Resilienz selbst managen und zum anderen den Teamprozess im Rahmen von Veränderungsprozessen moderieren, steuern und als Vorbild agieren.

Wollen Sie mehr darüber erfahren, wie die Veränderungsfähigkeit Ihrer Führungskräfte und Mitarbeiter trainiert werden kann? Als Change-Coach begleite und unterstütze ich Sie dabei, Ihre Veränderungsfähigkeit auf- und auszubauen, sodass Sie Ihre Aufgaben erfolgreich erfüllen können.
Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme unter jm@janinedodt.de oder +49 (0) 0176 / 35 49 77 70.

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